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Geschichte



Herausragendes Zeugnis der Bauhausarchi- tektur in Leipzig

Das Westbad in Leipzig-Lindenau wurde in den Jahren 1928 bis 1930 errichtet. Geplant wurde das Gebäude durch den bekannten Bauhaus-Architekten und seinerzeitigen Stadtbaudirektor Hubert Ritter (1886-1967). Es ist eines der bedeutendsten Bauwerke seiner frühen Schaffensepoche. Auf beengtem Raum wurde mit dem Westbad eine moderne Schwimmhalle mit den dazu gehörenden Einrichtungen geschaffen, die an die Tradition der Volksbäder der Jahrhundertwende anknüpfte und bis heute noch als vorbildlich gelten kann.

Das historische WestbadMit der Anordnung eines Uhrturmes an der Marktstraße wurde eine signalhafte Wirkung des Gebäudes zum Lindenauer Markt baukörperlich meisterhaft erreicht. Hinter den klaren Strukturen der Fassaden wurde ein komplexes und kompaktes Raumgefüge geschaffen, welches durch Stapelung der Funktionsbereiche und eine raffiniert angelegte Zwangswegeführung gekennzeichnet ist. Das Kernstück der Erschließung bildet die großzügige Haupttreppe im Gebäudekomplex an der Marktstraße, die auf allen Ebenen sowohl den Zugang zu den Schwimmsport- und Gymnastikabteilungen als auch zu den Brausebädern und den Saunabereichen ermöglichte. Die Wannen- und Brausebäder sowie Dampf-, Schwitz- und medizinische Bäder waren im Gebäudekomplex an der Marktstraße über mehrere Ebenen verteilt untergebracht. Im hinteren Gebäudeteil bis zur Odermannstraße waren die Schwimmsport-, Sauna- und Gymnastikbereiche angeordnet.

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Zeit der Schwimmwettkämpfe

In den 50-er Jahren gestalteten sich die Schwimmwettkämpfe noch als wahrhaft gesellschaftliche Ereignisse. Mit sportlicher Einstellung und Atmosphäre traten hier Europarekordler aus Leipzig gegen internationale Konkurrenz im Schwimmsport an. Die Zahl der ursprünglich nur auf der Empore untergebrachten Zuschauerplätze wurde zu dieser Zeit durch den Einbau einer provisorischen Holztribüne auf der Beckenebene erheblich erweitert.

Aufgrund der desolaten Haustechnik und des Sanierungsrückstaus an der Bausubstanz musste das Bad zwar im Jahr 1990 stillgelegt werden, rückte aber sogleich im Rahmen der Neugestaltung des Lindenauer Marktes zum Stadtteilzentrum wieder zunehmend in das öffentliche Interesse. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig entstand die Idee für die Schaffung eines Integrierten Gesundheits-, Wellness- und Fitnesszentrums. Nach umfangreichen Vorarbeiten durch die Stadt und die Investoren wurde im Jahr 2003 der zum Lindenauer Markt zeigende Gebäudetrakt grundhaft saniert umgebaut. Seither beherbergt er neben der CAROLA-Apotheke und dem SB-Bereich der Deutschen Bank insgesamt acht verschiedene Arztpraxen von Allgemeinmedizin bis zur Physiotherapie sowie die Direktion eines ambulanten Pflegedienstes.



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